GeoProjektSE

Der Salzstock Segeberg-Sülfeld

unter & inmitten der Stadt Bad Segeberg

die Kalkberghöhle

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          X

Kalkberghöhle im alten Stadtkern von Bad Segeberg (Höhen bezogen auf NN, Tiefen bezogen auf GOK)
Kalkberghöhle im alten Stadtkern von Bad Segeberg (Höhen bezogen auf NN, Tiefen bezogen auf GOK)
Dahmlos-Kuhle 1951 schon zT. verfüllt, heute Karl-May-Platz
Dahmlos-Kuhle 1951 schon zT. verfüllt, heute Karl-May-Platz

Der Salzstock im Untergrund von Bad Segeberg, der mit seinem Aufstieg aus etwa 4.000 Meter Tiefe den Kalkberg und im Zusammenspiel mit den Schmelzwässern der letzten Eiszeit die darin enthaltene Höhle hervorgebracht hat, birgt vermutlich noch einige spektakuläre Geheimnisse. Die etwa 8.700m² große Kalkberghöhle  inmitten des alten Stadtkerns von Bad Segeberg war bis zu ihrer Entdeckung am 16.3.1913 ja auch den größten Teil der etwa 890jährigen Stadthistorie trotz des dortigen Bergbaus verborgen geblieben. Heute allerdings wissen wir natürlich ein wenig mehr: So gilt das kleinräumige Gebiet um die Stadt Bad Segeberg, den Großen Segeberger See und den Klüthsee als Karstlandschaft (bedeckter Karst), was durch das Vorhandensein von Dolinen und Erdfällen sichtbar wird. Auf diesen Seiten gehe ich der Frage nach, was sich an Hand der landschaftlichen Erscheinungen über die untergründigen Vorgänge herausfinden lässt, und ob hier vielleicht weitere Höhlen auf ihre Entdeckung warten. Wer den Kalkberg und die Kalkberghöhle kennt, mag sich vielleicht vorstellen können, dass noch dergleichen "Gebirge" (Anhydrithärtlinge) unter den Hügeln in der näheren Umgebung verborgen liegen ...

Die Bad Segeberger Karstlandschaft ...

Dahmlossche Kuhle & Kleiner Segeberger See im ARX SEGEBERGA von Johann Greve 1585 (Reproduktion, zu sehen im Heimatmuseum `Alt Segeberger Bürgerhaus`)
Dahmlossche Kuhle & Kleiner Segeberger See im ARX SEGEBERGA von Johann Greve 1585 (Reproduktion, zu sehen im Heimatmuseum `Alt Segeberger Bürgerhaus`)

Nach einigen Führungen durch die beeindruckende Kalkberghöhle und Wanderungen entlang dem Rundweg um den Großen Segeberger See und durch seine schönen Landschaften war mein Interesse an den Vorgängen im Segeberger Untergrund geweckt. Wo sind z.B. die Massen an Erdreich, die in den großen Erdfällen am Kalkhausberg und am Kagelsberg in den Untergrund gesunken sind, verblieben? Sind diese Vorgänge in der ferneren Vergangenheit zum Abschluss gekommen oder dauern sie bis heute an? Gibt es noch eine weitere und bis heute verborgene Höhle? Jedem der Interesse an diesem Thema hat und der gerne auch mal aus der guten Stube herauskommt, sei eine Exkursion entlang des beim Noctalis am Kalkberg beginnenden Geologischen Lehrpfades empfohlen. Wenn man mit offenen Augen durch unsere faszinierend schöne Karstlandschaft am Rande des Ostholsteinschen Hügellandes wandert, trifft man auf so manches erstaunliche Phänomen. Es lohnt sich also, den einen oder anderen Geologen von Rang und Namen zu befragen und nachzulesen, was bisher über den Segeberger Untergrund herausgefunden und veröffentlicht wurde - über rätselhafte Löcher im Boden (Erdfälle & Dolinen), Quellen, Sümpfe, Kolke,  Aquifer, Höhlen & Gebirge im Untergrund....

Topografie am Kalkberg
Topografie am Kalkberg
Säulenhalle - Die 2,3km Ganglänge und über 8.700m² Fläche umfassende Kalkberghöhle (eine sog. Laug- und Sickerhöhle) ist ein Beispiel für die Verkarstungsvorgänge im Segeberger Untergrund
Säulenhalle - Die 2,3km Ganglänge und über 8.700m² Fläche umfassende Kalkberghöhle (eine sog. Laug- und Sickerhöhle) ist ein Beispiel für die Verkarstungsvorgänge im Segeberger Untergrund

News

3 Jahre

Wenn man sich zu diesen Luftaufnahmen von 1932 vergleichend die Satellitenaufnahmen bei GoogleEarth anschaut (und das Gelände vor Ort ein bisschen kennt), fällt auf, dass die sumpfigen Bereiche entlang und auf den Backofenwiesen vor 84 Jahren anders ausgeprägt waren als heute. Da es sich bei der dem Westufer des Sees folgenden Tiefenlinie um den ursprünglichen Scheitelgraben des wohl nur wenig mehr als 100m darunter befindlichen Salzstocks handelt und die Auflösung und Wegführung des Steinsalzes durch einsickerndes Wasser auch heute noch stattfindet, kann man wohl davon ausgehen, dass die Absenkung des Untergrundes im Bereich der Backofenwiese andauert und weiter schlussfolgern, dass in einigen Jahrhunderten oder Jahrtausenden hier auch (wieder) einmal See sein wird. Wenn der kleine sumpfige Teich bei den Winnetou-Stelen (Indianer-Skulptur `Alte Welt - Neue Welt`) nicht irgendwann künstlich angelegt wurde, ist er wohl ein heute schon sichtbarer Beleg dafür. 

 

Sitemap

 

 

GeoProjektSE   (Startseite, hier)

Bilder aus Bad Segeberg

Unterwasser-Erkundung Kleiner Segeberger See

A20-Südumgehung

 

METHODE   (Hauptseite)

`Die Höhle atmet`

Erdbeben Segeberg 1997

   Einsturzbeben bei Bad Segeberg 1997 (Klußmann, DKRZ)

   SeisGram2K

                                 

KAMPAGNEN                                                                                                  

Kampagne 1: Quellen im Großen Segeberger See

zu Kampagne 1: neuer Erdfall am Ostufer

Kampagne 2a: Quellen im Travetal                                                            

Kampagne 2b: Quell-Kolk in der Trave                                                                        

Kampagne 3: RWA über tektonischen Bruchlinien                              

Kampagne 4a: Dachs & Myotis als Bioindikatoren                                                                                     

Kampagne 4b: ausziehende Wetter transportieren Rn+Po218      

Kampagne 5: Leitwertprofile der Oberflächengewässer                                              

 

EPILOG   (Aufruf & Danksagung)

Karten, Grafiken, Bilder

LLUR & weitere Profis

Veröffentlichungen zu RWA & Tektonik

LINK-Liste                                                                                                    

                                                                                              

DIALOG   (Erklärung &Gästebuch)

EMAIL                 

 

 

 

 

Revision                                                                               

 

4.2.15 neue Seite: `Die Höhle atmet` & ein neues Feature auf der Seite Bilder aus Bad Segeberg:

            `Winterliches Fledermaus-Intermezzo im alten Brunnen`

15.2.& 21.7.15 neu auf Unterwasser-Erkundung Kleiner Segeberger See : `Eine alte Karte wird interessant`

19.2.& 21.5.15 zu Kampagne 1: neuer Erdfall am Ostufer  gibt es ebenfalls eine neue Betrachtung:

                           `Volumenprojektion Erdfallgebiet Kalkkuhlen`

10.3.15 Die Seiten METHODE und Kampagne 3: RWA über tektonischen Bruchlinien wurden überarbeitet

15.3.15 Erdeben Segeberg 1997 überarbeitet und ergänzt mit Download für seismische Daten + Nebenseite SeisGram2K 

9.-21.5.15 Revision des Kartenmaterials (GoogleEarth-Maps) und einiger zugehöriger Texte

29.5.15 neu auf Kampagne 1: Quellen im Großen Segeberger See: `Sonogramm der Tiefenvermessung vom LKN-SH`

12.6.15 neues Feature auf der Startseite `Klangexperiment mit Höhlenakustik` (am 5.1.16 verschoben nach DIALOG )

7.-16.8.15 Überarbeitung der Startseite GeoProjektSE & Ergänzung der Seiten:

                   Bilder aus Bad Segeberg , `Die Höhle atmet` , METHODE , Kampagne 2b: Quell-Kolk in der Trave ,

                   A20-Südumgehung , Karten, Grafiken, Bilder , LINK-Liste

5.9.15 neu auf Kampagne 1: Quellen im Großen Segeberger See: `Sedimente Steinbank`

14.11.15 Ergänzungen zu  Karten, Grafiken, Bilder + LLUR & weitere Profis: `Salzgletscher im Zagros-Gebirge`

                 & Ergänzung zu A20-Südumgehung: `Südliche Stadterweiterung Bad Segeberg` 

15.-22.11.15 Ergänzungen auf der Seite LINK-Liste                                                                                                                                                         & Neuigkeiten und Überarbeitung auf den Seiten Erdbeben Segeberg 1997 und SeisGram2K  

23.11.15 neu auf  A20-Südumgehung: `Stellungnahme NABU`                               

5.1.16 neues Feature auf der Startseite GeoProjektSE: `Luftaufnahme 1932` (s.u.) & Überarbeitung der                                             Referenz-Karte auf der Seite KAMPAGNEN

7.1.16 neue Fotos auf `Die Höhle atmet`   

10.1.16 neue Nebenseite zu `Erdbeben Segeberg 1997` Einsturzbeben bei Bad Segeberg 1997 (Klußmann, DKRZ) 

12.1.16 Ausarbeitung `seismische Ereignisse bei Abrissarbeiten des Bergschlösschens` Erdbeben Segeberg 1997

30.4.16 die ursprüngliche Dahmloskuhle auf der Seite Unterwasser-Erkundung Kleiner Segeberger See        

12.5.16 neue Grafik auf der Seite METHODE  "Spekulationen zur Intrusion Na2 nach Na3 abgeleitet von der Stauchung und               Senkrechtstellung der Kalkbergscholle"                 

13.8.16 neue Ausarbeitung `Längsprofil des Deckgebirges` auf der Seite METHODE + Ergänzung zu `Subduktion`                                & ergänzende Betrachtung zum Thema `Subrosion` Unterwasser-Erkundung Kleiner Segeberger See

14.8.16 Erläuterungen zu `Spekulationen zur Intrusion Na2 nach Na3 abgeleitet von der Stauchung und Senkrechtstellung                  der Kalkbergscholle` auf Seite METHODE

19.8.16 Luftbilder von den Kalkkuhlen und letzter Stand am neuen Erdfall zu Kampagne 1: neuer Erdfall am Ostufer  

6.9.16 Auszug aus "Die Kalkkuhlen von Stipsdorf und ihre Geschichte" von Dr. Jürgen Hagel auf der Seite

            zu Kampagne 1: neuer Erdfall am Ostufer

2.1.17 Artikel KN verlinkt auf Startseite GeoProjektSE  Grosser Segeberger See - Der Schaerengarten sackt ab

4.5.2017 Ein kleiner Text zur Geschichte und Motivation von GeoProjektSE -> DIALOG 

 

Mit den letzten  Ausarbeitungen, welche zusammen mit diversen neuen Bildern hier eingestellt wurden, hat der Inhalt dieser Seiten eine gewisse Vollständigkeit erreicht und einige der wesentlichen Fragen zur Beschaffenheit des Segeberger Untergrundes stellen sich mir nun als beantwortet dar. Allerdings neige ich in Bezug auf die Ausformulierung der sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen zur Vorsicht, da zu vielen Punkten aufgrund der Zurückhaltung der offiziellen Stellen beweiskräftige Informationen fehlen. Bisher sind die hier angerissenen Hypothesen von der berufenen Fachwelt sowohl unbestätigt als auch unwidersprochen geblieben.

4.1.2017

 

 

 

 

Feedback 

 

Nachdem diese Homepage, die mir in erster Linie zu Dokumentationszwecken und als Mindmap für mein Projekt dient, vor 46 Monaten im Juni 2013 aus der Taufe gehoben wurde, hatte sie bis jetzt rund 3.450 Besucher mit 10.050 Seitenaufrufen. Ein Zehntel der Besucher hat sich offenbar ernsthaft für den hier präsentierten Content interessiert und im Durchschnitt 16 der hier gezeigten 24 Seiten angeschaut.

 

Vielen Dank für das große Interesse!

 

Stand 2. Mai 2017

Eastereggs: die unterstrichenen Buchstaben im Text sind Verlinkungen auf andere spannende und thematisch verwandte Seiten im Netz

 

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